Geschichte

1930: Feuerwehrmusik Höhnhart

Mehrere Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Henhart gründeten im Jahr 1924 eine Ortsmusik. Es war natürlich ein bescheidener Anfang. Der damalige Organist Ferdinand Schwarzwald lehrte der musikliebenden Schar Notenlesen und Spielen auf den notwendigsten Instrumenten. Es war die Zeit der Inflation, und so kosteten die Instrumente unwahrscheinliche 15 Millionen Kronen, die durch Spenden der Wehr aufgebracht wurden. Ein Jahr später waren die Musikanten schon so weit ausgebildet, dass sie beim Gründungsfest der Wehr Außerleiten auftreten konnten. Die neueste Errungenschaft der Wehr Henhart wurde viel bejubelt und der erste Erfolg gab den Musikern den Mut weiterzumachen.

In einer Wehrausschußsitzung im Jahre 1937 wurde beschlossen, um die Vereinskassa von jeder weiteren Verpflichtung der Musik gegenüber zu entbinden, eine teilweise Rückvergütung der Summe, die seinerzeit zum Ankauf der Instrumente beigesteuert worden war, zu verlangen. Man einigte sich schließlich auf 150 Schilling, die im Verrechnungsweg für für Teilnahmen an Leichenbegräbnissen beglichen wurden.

1956

1964

Seit dieser Zeit steht nun der Musikverein Höhnhart auf eigenen Füßen. Den Ton gaben in den ersten 40 Jahren des Bestehens Angehörige der Familie Schwarzwald an. War der Gründer Ferdinand Schwarzwald, so folgten ihm im Wechsel Alois und Karl, nur kurzzeitig durch die Oberlehrer Perschinka und Spanbauer ersetzt, gefolgt von Josef Mairleitner und schließlich von Andreas Hintermair.

Mit dem fortschreitenden Können wuchsen auch die Einsatzmöglichkeiten, immer mehr Auftritte ergaben sich oder wurden von der Bevölkerung erbeten. Waren es Anfangs an die Feuerwehr gekoppelte Einsätze bei Jubiläumsveranstaltungen, Begräbnissen oder kirchlichen Umzügen, so entwickelte der Verein nach seiner Selbstständigkeitserklärung eine gewisse Eigendynamik. So konnte man sich kein Fest mehr ohne Mitwirkung der Musikkapelle vorstellen. Turmblasen in der Mettennacht, Neujahr anblasen, die Begleitung des Festzuges bei Primizen und Hochzeiten waren bald liebgewordene Selbstverständlichkeiten geworden.

Eingebunden in den Blasmusikverband ergaben sich jährlich eine Menge von verpflichteten Ausrückungen, und so war es nicht verwunderlich, dass alle paar Jahre, die Hosen waren durchgewetzt, die Uniform, und in der Folge die Tracht, erneuert wurde, und auch wieder Instrumente angeschafft werden mussten. Ob in der Feuerwehruniform, ursprünglich oder etwas modifiziert, ob in der moosgrünen Uniform oder der heimatlichen Tracht, immer trat unsere Kapelle dem Zeitgeist der Mode entsprechend in Erscheinung.

1970

1984

Großartig gefeiert wurde 1984 das 60jährige Bestehen mit der Segnung des neu bezogenen Musikheimes. Die Gemeinde weiß nicht nur die Leistung der Kapelle zu schätzen, sondern sie hat damit auch versucht, einen Teil der Dankesschuld abzustatten. Abwechslung in den gewohnten Jahresablauf brachte eine Einladung der Partnerkapelle aus Steinenberg bei Stuttgart.

Jahreskonzerte wandelten sich auch im Lauf der Jahre den Publikumsansprüchen entsprechend. War zuerst der jeweilige zweite Teil des Konzertes Sängergruppen, einem Einakter oder den Darbietungen von "Humoristen" vorbehalten, so wurden immer mehr, dem fortgeschrittenen Können der Musikanten entsprechend, Konzertstücke aus Opern und Musicals geboten. Für seine Leistungen durch viele Jahre als Kapellmeister wurde Josef Mairleitner zum Ehrenkapellmeister ernannt und erhielt auch den Ehrenring der Gemeinde Höhnhart. Seit 1987 führt nun mit guten Ideen und eigenem großen Können Andreas Hintermair den Taktstock. Die nun 15 Jahre seiner Kapellmeistertätigkeit brachten nicht nur eine fortschreitende Aufwärtsentwicklung, sondern es stellten sich auch nie erwartete Erfolge ein, die sicher zu einem großen Teil seiner Person zuzuschreiben sind.

1998

2005

Mit berechtigtem Stolz blickt die Kapelle auf die fast 90 Jahre ihres Bestehens zurück und braucht sich auch um die Zukunft nicht zu sorgen. Seit 2007 übernimmt Florian Piereder den Dirigentenstock.